Hochzeit

Da schuf Gott den Menschen nach seinem Bild, er schuf ihn als sein Ebenbild, als Mann und Frau schuf er sie (Gen 1, 27)

Das gegenseitige JA-Wort hat eine tiefe Bedeutung. Es gibt kein schöneres Geschenk, als seinem Gegenüber öffentlich und vor Gott zu versichern: Du bist der Mensch, mit dem ich den Rest meines Lebens bestreiten möchte. Ich sage JA zu Dir, so wie Du bist. Ich bin davon überzeugt, dass es für mich keinen besseren Partner als Dich gibt und ich möchte mit Dir durch dick und dünn gehen. Ich weiß, dass der Himmel nicht immer voller Geigen hängen wird, aber ich werde mein Bestes geben, Dir stets treu zur Seite zu stehen. Diese Treue bedeutet vor allem: Wir wollen wichtige Entscheidungen gemeinsam besprechen, uns gegenseitig beraten und dann den für uns stimmigsten Weg einschlagen. Ich vertraue auf Deinen Rat und ich bin gewiss, dass Du unser gemeinsames Wohl im Sinn hast. Diese Treue heißt auch, dass ich Deine Entscheidungen und Wünsche ernst nehme und respektiere.

In der liturgischen Feier der Trauung wollen wir genau diese Punkte betonen und bewusst machen. Wir wollen aber auch darauf hinweisen, dass Gott den Menschen als sein Ebenbild erschaffen hat und somit in jedem Menschen Gottes Schöpfungsidee strahlt. Diesen göttlichen Funken wollen wir in unserem Lebenspartner erkennen und nicht aus den Augen verlieren.

So können sich die Brautleute das Sakrament der Ehe nur gegenseitig spenden. Gerne assistiere ich als Diakon bei dieser Feier und bezeuge die Verbundenheit vor Gott.